Gesund durch Fasten

Gesund durch Fasten

Startseite » Naturheilpraxis

Voraussichtliche Lesedauer: 4 Minuten

„Seit biblischer Zeit, war und ist das Fasten ein Ritual der Besinnung
sowie der seelischen und körperlichen Reinigung!“

Wieder gesund durch Fasten?

Gesund durch Fasten? Wissenschaftliche Studien beweisen es: Fasten ist und bleibt das älteste und natürlichste Heilmittel für Mensch und Tier! Unser Organismus ist evolutionsbedingt darauf geprägt, Phasen mit nur wenig oder fast gar keiner Nahrung über einige Tage und Wochen schadlos zu überstehen… im Gegenteil, sich in diesen Phasen sogar regenerieren zu können. Es ist der Königsweg, den gesamten Organismus von Krankheit in Richtung Gesundheit zu bewegen.

Was passiert im Körper beim Fasten?

Was beim Fasten im Körper passiert, ist mittlerweile wissenschaftlich gut erforscht. Bereits nach 12 Stunden Nahrungskarenz setzen die ersten Umstellungsmechanismen ein, die nachhaltig und erwiesenermaßen zur Reduzierung von Entzündungszellen und zur Suppression von Tumorzell-Wachstum führen.

Tumorzellen reagieren besonders empfindlich auf Fasten, da sie im Gegensatz zur gesunden Körperzelle über keine Anpassungsmechanismen auf die veränderte Stoffwechsellage verfügen. Das hat zur Konsequenz, dass sie zugrunde gehen und leichter vom Immunsystem gekillt werden können. Zelltrümmer und Abbauprodukte werden von Mastzellen erkannt und aufgefressen = Autophagie.

Diese Mechanismen werden in Gang gesetzt, wenn der Organismus eine adäquate Antwort auf den Nahrungsentzug finden muss, denn:

  • Der Insulinspiegel sinkt  und es kommt zur vermehrten Ausschüttung von Glucagon und Adrenalin. Adrenalin ist ein homonähnlicher Botenstoff und fördert die Lipolyse, das Lösen von Fettdepots zur Energiegewinnung für die Muskelzellen.
  • Stresshormone Cortisol und Adrenalin steigen an, sorgen für die Aktivierung der Stoffwechsel- und Energiereseerven.
  • Die Entgiftungsfunktion der Leber wird angeregt.
  • Die Speicherform des Zuckers, Glycogen, wird zur Versorgung des Hirnstoffwechsels freigesetzt. Ist dieser Speicher nach 24 Stunden aufgebraucht,
  • setzt der Ketonstoffwechsel ein durch Abbau von Fettsäuren in der Leber. Ketonkörper dienen dem Gehirn als Ersatz für die mangelnde Glukose. Das führt auch zu dem typischen Mundgeruch, der beim Fasten zu beobachten ist.
  • Glukoneogense = ist eine sehr komplexer physiologischer Prozess zur Neubildung von Glukose aus Lactat, Pyruvat, Aminosäuren u.a.
  • Der Serotonin-Spiegel steigt, was zur Stimmungsaufhellung führt und somit auf die Stressreaktionen von Adrenalin un Cortisol ausgleichend wirkt.

Befindlichkeiten und Reaktionen beim Fasten

Die ersten 24 – 48 Stunden sind beim Beginn des Fastens am schwierigsten zu überstehen.

Ab dem dritten und vierten Tag setzt häufig schon eine deutliche Stimmungsaufhellung ein, Hungergefühle treten in den Hintergrund, Munterkeit, verbesserter Schlaf werden spürbar.

Der Geist entspannt sich, Gelassenheit und innere Ruhe kommen wie von selbst, man beginnt die Welt mit anderen Augen zu sehen. Die Sinne schärfen sich und werden sensibler und empfindlicher für alle äußerlichen Eindrücke und Wahrnehmungen.

Wem und wann hilft Heilfasten?

Bei Stoffwechselerkrankungen:

  • Diabetes Typ 2
  • Gicht
  • Bluthochhdruck
  • Allergiker und Asthmatiker
  • Ernährungsbedingtes Übergewicht und Adipositas

Bei Erkrankungen des Rheumatischen Formenkreises:

  • Multiple Sklerose und allen entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems
  • M. Bechterew
  • Gelenk- oder Weichteilrheuma und alle weiteren Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises

Sonstiges:

  • Schmerzpatienten
  • im Frühstadium von Krebsleiden, insbesondere vor und während einer Chemotherapie (die positiven Effekte sind unerwartet als überraschend positiv einzustufen, wie empirische Studien ergeben haben!)
  • Dasselbe gilt für psychiatrische Leiden, wie Depression und bipolare Störungen, etc.
  • zur allgemeinen Regeneration und Prävention.

Wer sollte nicht fasten? Kontraindikationen beim Heilfasten:

  • Personen mit schweren Essstörungen (Bulimie, Anorexie, Esssucht)
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Fortgeschrittene Krebsleiden mit schwerer Kachexie (Abmagerung)
  • Dialysepatienten

Fastenbegleitung in meiner Naturheilpraxis

Als Heilpraktikerin biete ich ambulante Fastenbegleitungen in meiner Naturheilpraxis in Essen an. Als Fastentherapeutin berate und begleite ich Sie gerne bei Ihrem Vorhaben, wieder gesund durch Fasten zu werden. Damit fällt es Ihnen mit Sicherheit wesentlich leichter, ihre Fastenkur erfolgreich bis zum Ende zu führen. Vielleicht interessiert Sie auch eine ambulante Mayr-Kur?

Lassen Sie sich begleiten mit Hydro-Colon-Therapien, die wesentlich effektiver sind als Einläufe; dazu auf Wunsch auch mit Bauchmassgen und Rückenmassagen, weil die Veränderungen im Bauchraum zu einer völlig veränderten und neuen Körperstatik führen.

Auch dieser Umstimmungprozess wird hiermit optimal begleitet.



Heilpraktiker Essen

Wie arbeiten Heilpraktiker?

Was machen Heilpraktiker anders?

…und welche Therapierichtungen gibt es in der Alternativen Heilkunde?

Das Tätigkeitsfeld eines Heilpraktikers ist sehr vielfältig. Daher ist Heilpraktiker nicht gleich Heilpraktiker. Jeder Heilpraktiker oder Heilpraktikerin hat mehr oder weniger sein eigenes Therapiespektrum, mit dem er oder sie arbeitet und sich um Linderung und Heilung von Krankheiten bemüht. Der ganzheitliche Ansatz findet sich in Nuancen in allen Konzepten wieder, wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten, z.B. ausgehend von den klassischen Naturheilverfahren und Homöopathie bis hin zur Psychotherapie, Heilhypnose und Psychokinesiologie, oder zu eher, im esoterischen anzusiedelnden Verfahren, wie Channeling, Schamanismus, Chakrenreinigung, Reiki, Edelsteintherapie, Pendeln, uvam.

Wer sich nach einem Heilpraktiker umsieht, sollte sich darüber klar sein, was er sucht und sich vorab informieren, mit welchen Therapien diese Heilpraktikerin oder Heilpraktiker arbeitet, den die meisten Heilpraktiker und Heilpraktikerinnen befassen sich heutzutage mit der Vergabe von homöopathischen Komplexmitteln, Schüsslersalzen zusammen mit Phytotherapeutika (= Kräuterheilkunde), essentiellen Mineralstoffen (= Orthomolekulartherapie), Probiotika (= heilende Mikroorganismen für den Darm), Vitamin-C-Hochdosis-Infusionen, Eigenblutinjektionen mit aufbereitetem Patientenblut, gemischt mit Komplex- und Umstimmungsmitteln. Letzteres hat sich bewährt bei Patienten mit Allergien, Infektanfälligkeit, Immunschwäche und nach Chemotherapie.

Unter dem bodenständigen Begriff der „Naturheilkunde“ verbirgt sich somit eine breite Palette unterschiedlichster Therapierichtungen und therapeutischer Ansätze:

Zu den moderneren alternativen Diagnoseverfahren zählen z.B. die Bioresonanz, Elektroakupunktur nach Voll, Vegatestung, Regulationsthermografie. Eine seriöse Heilpraktikerin wird in der Regel auch wissenschaftlich bewährte Laboruntersuchungen im Blut, Stuhl und Urin in Erwägung ziehen, wenn sich dies zur Findung eines schlüssigen Therapieweges und zur Abklärung der Heilverlaufsbeurteilung als sinnvoll erweist.

Aber man kennt auch noch die „klassischen“ Naturheilverfahren, hierunter zählen die so genannten Ausleitungsverfahren, die im „Alten Europa“ ihre Wurzeln haben: Blutiges und unblutiges Schröpfen und die Schröpfmassage, Aderlässe, Blutegeltherapie, Baunscheidtieren, Cantharidenpflaster. Diese eher als „grobstofflichen“ zu bezeichnenden Verfahren findet man heutzutage zunehmend seltener in Naturheilpraxen. Jedoch scheinen Schröpfbehandlung, Blutegeltherapie und Baunscheidtieren aktuell wieder eine leichte Renaissance zu erfahren. Diese Verfahren bedingen einen sehr umsichtigen Umgang mit dem Patienten, denn Konstitution und Widerstandskräfte müssen vom Behandler gut eingeschätzt werden, um den Organismus eines Kranken nicht zu überfordern und ihm den Boden für seine Regenerierungs- und Selbstheilungskräfte nicht zu entziehen.

Die altvorderen „Heilkundigen“ dieser mittelalterliche „Heilkunde“ setzten zu ihrer Zeit bis ins 19. Jahrhundert hinein diese streckenweise derart exzessiv ein, dass viele Kranke an den auszehrenden Folgen elend zugrunde gingen. Besonders wenn die „Entgiftung“ zusätzlich mit der Verabreichung von Brechmitteln und übertriebenen Abführprozeduren einherging. Die so genannte „Säftereinigungslehre“ trieb hier bizarre Blüten.

Der Entdecker der Klassischen Homöopathie, Dr. Samuel Hahnemann (1755–1843) zog vehement gegen diese Verfahren  zu Felde und setzte mit seiner Homöopathie ein bahnbrechendes Umdenken im Umgang mit kranken und siechenden Menschen in Gang. Der wirklich ganzheitliche Blick auf das Individuum stand für ihn im Vordergrund und ist für jeden Homöopathen bis in die heutige Zeit ein Muss, ohne welches Homöopathie nicht hilft. Homöopathie heisst so viel wie: Ähnliches durch Ähnliches zu heilen. Die Klassische Homöopathie ist ein für sich selbst stehendes Therapieverfahren und zählt NICHT zu den genannten Naturheilverfahren!

Homöopathie ist somit KEINE Kräuterheilkunde und umgekehrt eine Behandlung mit Kräutern und pflanzlichen Essenzen, Tees, etc. KEINE Homöopathie! Pflanzenheilkunde und Homöopathie werden häufig irrtümlicherweise gleichgesetzt. Ebenso soll an dieser Stelle auch klar gestellt werden, dass ein Heilpraktiker KEIN Homöopath ist; sondern nur dann, wenn er die Homöopathie nach den Regeln der „Klassischen Homöopathie nach Hahnemann“ auch über mehrere Jahre erlernt und studiert hat!

Dennoch hat die Kräuterheilkunde ihren gebührenden Platz auch in unserer Zeit: z.B. nach den Regeln der hl. Hildegard von Bingen, oder Maria Treben. In der Zeit der mittelalterlichen Hexenverbrennungen ist viel wertvolles Wissen der Europäischen Kräuterheilkunde verloren gegangen. Dies zeigt der Vergleich mit den um ein vielfach größeren und umfassenderen Heilmittelschätzen der chinesischen, tibetischen und ayurvedischen, als auch indianischen Kräutermedizin. Insbesondere tibetische Schamanen verfügen über eine beeindruckende schriftlich dokumentierte, seit Jahrtausenden überlieferte Arzneimittelkenntnis.

Link zu den Filmtrailern: „Das Wissen vom Heilen“ (Kinofilm 1997)  siehe am Ende dieses Textes!

Die Traditionelle Chinesische Medizin TCM ist ebenfalls ein in sich abgeschlossenes Therapiesystem bestehend aus Akupunktur, Moxibustion, Zungen- und Pulsdiagnostik und Kräuterheilkunde. Die Anwendung von Schröpfgläsern ist auch in Fernost bekannt.

In der Fernöstlichen Kultur geht es im Gegensatz zur Westlichen darum, den Menschen wieder für das kollektive System fitt zu machen. Individualisierung, z.B. im Sinne der Europäischen Homöopathie kennt die TCM nicht.

Daher hatte es die TCM seit den 70er Jahren auch leichter, nach und nach immer mehr wissenschaftliche Anerkennung zu erlangen. Homöopathie dagegen, gerät immer wieder zwischen die Fronten von Kritikern und Befürwortern, da sich die zwingende Notwendigkeit der individuellen Betrachtungsweise der Symptome des Patienten, den Kriterien einer wissenschaftlich geführten Doppelblindstudie leider entzieht.

Ich  hoffe sehr, dass ich Ihnen – werte/r Leser/in – mit diesem Artikel weiterhelfen konnte!

Rita Jurgens
Heilpraktikerin
Camphausenstraße 15 – 45147 Essen
Naturheilpraxis