Darmsanierung

Startseite » Darmsanierung

Voraussichtliche Lesedauer: 4 Minuten



Darmsanierung und Symbioselenkung

„Darmsanierung  und Symbioselenkung  gehören zusammen wie zweieiige Zwillinge. Symbioselenkung und Darmsanierung für den Darm ist durchaus vergleichbar mit der Sanierung eines abgewohnten Gebäudes.  Damit es wieder sauber und frisch in allen Räumen ist, müssen die Zimmerwände von alten Farben und Tapetenresten gesäubert werden. Dann wird neu verputzt, gestrichen oder tapeziert und all das erneuert und repariert, was über Jahre abgenutzt worden war.“

Eine Darmsanierung umfasst also wesentlich mehr, als nur einige Kräuter und Pülverchen einzunehmen? Leider werden sie massenhaft im Internet für teuer Geld angepriesen.

Ökosystem Darmflora

Unsere Darmflora funktioniert wie ein Ökosystem. Leider haben wir uns eine Umwelt geschaffen, die immer mehr dazu beiträgt, dass nicht nur unsere inneren Ökosysteme, sondern auch die Ökosysteme im Außen ins Ungleichgewicht geraten. Wir wissen ja inzwischen gut genug, dass Mikroorganismen eine bedeutende Rolle für ALLE Ökosysteme spielen. Wir wissen längst, welche Konsequenzen es für Mensch und Tier hat, wenn die „guten“ Bakterien fehlen. Wo Symbiose nicht mehr funktioniert, vernichten Schädlinge das, was in dem gestörten Milieu nicht mehr überleben kann. In unserem Darm läuft es im Prinzip genauso ab.

Was zerstört unsere Darmflora?

Unserer Darmflora setzen Antibiotika am allermeisten zu. Die WHO warnt schon seit Jahren vor den Gefahren und Risikien, die mit dem wachsenden leichtfertigen Einsatz von Antibiotika in Zusammenhang stehen. Dabei sind es nicht nur die Antibiotika, die wir einnehmen, sondern auch diejenigen, die in der Masttier-Haltung und in den Pestiziden eingesetzt werden. So gelangen Antibiotika über die Nahrungskette unwiederbringlich auf unseren Teller und in unseren Darm.

Was ist Symbioselenkung?

Symbioselenkung als Teil der Darmsanierung, bedeutet, dass dem Darm genau die Bakterien wieder zugeführt werden, die ihm fehlen. Es gilt, das biologische Gleichgewicht unter den wichtigsten Bakterienstämmen wieder herzustellen. Immer mehr Menschen und vor allem auch Kinder und Jugendliche weisen in zunehmendem Maße ein stark verarmtes Mikrobiom auf.

Das gestörte Darmmilieu wieder in Ordnung zu bringen, braucht Geduld und Know-How. Es ist nicht damit getan, einfach nur irgendwelche beliebigen Pro- oder Präbiotika einzunehmen, ohne vorher untersucht zu haben, welche Bakterien der Darm tatsächlich benötigt?

Was geschieht bei der Darmsanierung?

„Voraussetzung für eine erfolgreiche Darmsanierung und Symbioselenkung ist u.a auch die Darmreinigung: Eine schonende Säuberung, Schonung und Schulung des gesamten Darmtraktes.“

Am nachhaltigsten gelingt dies im Rahmen einer Heilfastenkur oder der Darmreinigung nach F.-X.-Mayr und der Colon-Hydro-Therapie, die in meiner Praxis auch berufsbegleitend, ambulant einfach durchführbar ist.

Unterstützend werden ausleitende Homöopathika eingesetzt. Vitamin-C-Hochdosis-Infusionen in Verbindung mit einer Eigenblutinjektion bringen das Immunsystem wieder nach vorne. Auswahl und Zusammensetzung der Medikamente orientieren sich an den vorangegangenen Untersuchungen, bzw. den Ergebnissen der Laborwerte aus Blut, Urin und Stuhl.

Welche Untersuchungen vor Darmsanierung?

Der Stuhlbefund liefert entscheidende Hinweise auf die Beschaffenheit der Darmflora und auf das etwaige Vorliegen von Darmpilzen und auf die Immunkompetenz der Darmschleimhaut allgemein. Anhand des Stuhlbefundes können gezielt DIE Probiotika (= Darmbakterien, die eine gesunde Darmflora ausmachen) ausgesucht werden, die der Darmflora dabei helfen, sich wieder in Richtung Normalzustand zu entwickeln. Falsch ausgewählte Probiotika können die Probleme besonders bei Reizdarmpatienten, nur noch verschlimmern.

Das Blutlabor liefert Aussagen über das Vorliegen von Stoffwechselerkrankungen, z.B. Leber- Galle- und Bauchspeicheldrüsen- Schwächen, den Zustand der Nierenfunktion, Belastungen des Gefäßsystems aufgrund Eiweißüberernährung, oder das Vorliegen einer ernährungsbedingten Histamin- Überempfindlichkeit, wie sie bei Allergikern häufig zu finden ist.

Fazit:

  • Eine Darmsanierung erfolgreich durchzuführen bedeutet, den Status der Darmschleimhaut genau zu kennen.
  • Eine Stuhl-Untersuchung liefert hierzu die nötigen Hinweise.
  • Anhand der Ergebnisse lässt sich bestimmen, welche therapeutischen Maßnahmen sinnvoll und in welchem Umfang angezeigt und erfolgversprechend sind.
  • Lassen sie die Finger von teuren Pülverchen und Tabletten, die im Internet angepriesen werden. Bedenken sie, man kann am Ende nie sicher sein, was wirklich drin ist!