Naturheilpraxis

Rita Jurgens-Krüssmann – Heilpraktikerin – Zilgrei-Lehrerin – F-X-Mayr-Therapeutin

Nahrungsmittelunverträglichkeiten – aus Sicht der Naturheilkunde

Nahrungsmittelunverträglichkeiten – Lebensmittelintoleranzen

Intoleranz von Laktose, Fruktose, Histamin und Gluten?

In den letzten 20 Jahren habe ich reichlich Erfahrungen in meiner Naturheilpraxis gesammelt, wenn es um die Frage geht: „Sind Nahrungsmittelunverträglichkeiten die Krankheit selbst oder nur die Folge eines kränkelnden Darmtraktes und eines geschwächten Immunsystems?“! Die Antwort lautet: „Es ist die Folge davon!“

Das führt zu der logischen Schlussfolgerung, dass das Weglassen der Lebensmittel, die als Verursacher der Magen-Darmbeschwerden entlarvt wurden oder auch nur vermutet werden, das Übel langfristig nicht beheben kann. Im Gegenteil bereitet es den Betroffenen ganz erheblichen Stress, wenn es darum geht, die entsprechende DIÄT einzuhalten. Zu Beginn zeigt sich in der Regel zwar meist eine geringfügige Verbesserung der Symptomatik, die bei jedem Diätfehler jedoch zurückfällt.

Wenn Lebensmittelintoleranzen also die Folge eines gestörten Darmmilieus sind, dann kann es nur folgerichtig sein, das Milieu zu heilen, statt sich Wochen- oder Jahrelang mit Diäten herumzuschlagen.

Die Schulmedizin befasst sich nicht gerne mit dieser Thematik und schiebt die Patienten mit ihren Beschwerden gerne auf die „Psycho-Schiene“ ab oder die Diagnose lautet: Funktionelle Darmbeschwerden = Reizdarm!

ABER: Echte „Reizdarm-Patienten“ sind mir bisher nur wenige in meiner Praxis begegnet und in diesen Fällen war stets die Klassische Hömöopathie der beste Weg, den ungelösten seelischen inneren Konflikt zu befreien, denn über den „Reizdarm“ drückt sich tatsächlich die Seele aus!!

Was schädigt unser Darmmilieu?

Hier sind an erster Stelle ANTIBIOTIKA schuld. Manche Patienten berichten, sie hätten nur wenig Antibiotika bekommen und meinen, so 2-4x in ihrem Leben. Das ist meist schon zu viel! Bei den meisten Infekten werden ohne vorherige Bestimmung eines Antibiogramms Antibiotika verschrieben, die zur Gruppe der Breitbandantibiotika gehören. Das heißt, nicht nur das krankmachende Bakterium wird abgetötet, sondern auch alle die vielen nützlichen und hilfreichen Bakterien und Mikroorganismen, die unsere Haut und Schleimhäute besiedeln müssen, DAMIT wir gesund bleiben.

Schon Louis Pasteur (1822 – 1895) beobachtet im Laufe seiner wissenschaftlichen Forschungen: „Das Bakterium ist nichts, das Milieu ist alles!“ In der Konsequenz bedeutet dies, dass sich Nahrungsmittelintoleranzen erfolgreich therapieren lassen, wenn das Darmmilieu wieder in seinen natürlichen, physiologischen Ursprung zurück versetzt wird.

Es gibt zahlreiche Faktoren, die unser Darmmilieu beinflussen können

  • Wir nehmen über Mastfleisch regelmäßig Antibiotika ein, was aktuell als Hauptursache für die Entwicklung multiresistenter Keime angesehen wird und somit auch unsere Darmflora beeinflusst.
  • Bei der Geburt durch Kaiserschnitt muss das Neugeborene nicht durch den mit Keimen besiedelten Geburtskanal und kommt somit bereits von Anfang an mit anderen, statt den erforderlichen, Keimen in Kontakt, noch dazu in einem scheinbar „klinisch sterilen“ mit multiresistenzen Keimen verseuchten Umfeld. Die anzahö an Kaiserschnitgeburten ist in Deutschland im europäischen Vergleich überdurchschnittlich hoch. dies kann nur bedueten, dass viele dieser Kaiserschinttgeburten zum Nachteil des Neugeborenen und medizinisch nicht unbedingt notwendig durchgeführt wurden.
  • Schon Bagatellinfekte im Kleinkindalter werden i.d.R. vorschnell mit Antibiotika behandelt. Folge sind eine sich anschließende Reihe weiterer Infekte, die ebenfalls mit Antibiotika unterdrückt werden, bis das Kind ständig krank ist und dann in Folge chronische Leiden entwickelt, wie z.B. Allergien, Neurodermitis, Asthma. Als ursprüngliche Ursache der Infektanfälligkeit sehe ich unter anderem vor allem die ständig steigende anzahl an Impfungen bereits im Säuglingsalter an!! Das Immunsystem  – noch schwach entwickelt, erst im Aufbau begriffen – wird mit den Impfungen völlig überfordert und reagiert einfach überschießend auf die Überreizung.
  • Die Umwelt und unsere Nahrung, mit der wir uns und unsere Kinder gesund aufwachsen lassen wollen, ist viel zu steril und keimfrei; alles um uns herum ist zu keimfrei! Unser Immunsystem erhält dadurch zu wenig natürliche Tainingsmöglichkeiten und das fördert Infektanfälligkeit. Kinder, die auf natürlich geführten Milch-Höfen aufwachsen, Rohmilch trinken und in Kontakt mit Stallmist stehen etc., sind in der Regel frei von Allergien, Neurodermitis und Asthma, ähnlich wie Kinder, die in Waldkindergärten ihre Freizeit verbringen.
    Das müsste einen doch nachdenklich machen?
  • Das Spektrum unserer modernen, hochtechnisiert produzierten Zivilisationskost hat mit natürlicher, lebendiger Nahrung, wie sie unsere Eltern und Großeltern noch kannten und aßen, nicht mehr viel gemein. Wir sind „gut genährt“ durch Nahrungsmittel aber „schlecht ernährt“ mit Lebensmitteln! Nahrungsmittel und Lebensmittel unterscheiden sich allein schon über die Begrifflichkeit!

Was hilft bei Nahrungsmittelintoleranzen?

Eine zielgerichtete Diagnostik des Darmmilieus zeigt auf, welche Unterstützung in Form von Probiotika (= lebensförderdernde Darmkeime), Nahrungsergänzungen und homöopathischen Mitteln die Darmflora, die Darmschleimhaut und Verdauungsorgane, wie Leber, Galle, Magen und Bauchspeicheldrüse benötigen, um wieder harmonisch zu funktionieren und zu verdauen.

Therapieschema bei Lebensmittelintoleranzen

  • Eine Stuhlprobe wird auf ggf. vorhandenen Darmpilze, den Zustand der Darmfora und der immunologischen Abwehrleistung der Darmschleimhaut untersucht.
  • Man beginnt mit einer individuell zusammen gestellten Schonkost, ggf. mit einer Heilfasten- und Ausleitungskur,
  • begleitet von  Colon-Hydro-Therapie. So findet der geschädigte Darm nachundnach wieder in seine ursprüngliche Form zurück.
  • Von Woche zu Woche wird der Speiseplan erweitert und so die Positivliste der verträglichen Lebensmitteln immer länger.

Die Nahrungsmittelintoleranzen verschwinden meistens völlig. Nur extreme Diätfehler wird uns der Darm noch übelnehmen. Das ist aber eigentlich normal und vielleicht auch gut so?

Laktose- und Glutenintoleranz – Besonderheiten

Die Unverträglichkeit von Laktose

…kann in bestimmten Fällen bleiben, wenn ein physiologischer Laktasemangel besteht. 80% der Weltbevölkerung vertragen Kuhmilch tatsächlich nicht besonders gut. Jedoch sind natürlich hergestellte Milchprodukte wie Käse und Joghurt (ohne nachträglichen Zusatz von Milchpulver!!!) aufgrund der Fermentationsprozesse ohnehin laktosefrei und können meist trotzdem in kleinen Mengen verzehrt und bei leichterer Laktoseintoleranz problemlos verdaut werden. Andernfalls hilft an dieser Stelle die Einnahme von Laktase-Tabletten. Viel problematischer ist der versteckte Milchzucker in vielen Fertigprodukten!!

Die Unverträglichkeit von Gluten, …

…wenn es sich um eine genetisch bedingte Zöliakie oder Erwachsenen-Sprue handelt – ist nicht behandelbar und erfordert die absolute Karenz von Gluten haltigen Speisen. Jedoch lässt sich über die Verbesserung des Darmmilieus die Verdauung, Aufnahme und Verwertung von Nahrung allgemein verbessern. Daher profitieren auch Zöliakie-Kranken von einer Darmsanierung. Denn das Malabsorbtions-Syndrom ist der Hauptgrund, warum diese Personen große Schwierigkeiten haben, ihr Gewicht zu halten. Häufig wird die Erwachsenen-Sprue leider viel zu spät diagnostiziert, was dazu führt, dass aufgrund der bereits fortgeschrittenen Zerstörung der Dünndarmzotten im terminalen Dünndarm die Nährstoffaufnahme mehr oder weniger stark bereits eingeschränkt ist.

 

Autor: Naturheilpraxis Rita Jurgens-Krüssmann

... was mir am Herzen liegt: So wie alles im Leben hängen Gesundheit, Erfolg, Lebensglück des Menschen niemals von einem einzigen Faktor ab. Sie sind bestimmt durch eine Vielzahl von ineinander greifenden Prozessen und Zusammenhängen. Meine langjährige Berufspraxis in der Naturheilkunde und meine Lebens- erfahrung als Mutter zweier inzwischen erwachsener Kinder haben mit gezeigt: Es gibt kein Patentrezept und keine Allheilmittel, sondern nur den Menschen mit seiner individuellen Geschichte, seinen aus der persönlichen Lebenssitution Sitzt - bildhaft gesprochen - Ihre Last auf Ihren Schultern oder tragen sie die Wackersteine im Bauch, oder stößt Ihnen alles sofort sauer auf? Meine Aufgabe sehe ich darin, Ihnen bei Ihrem ganz persönlichen Weg zur Mitte - nichts und gemeinsam mit Ihnen auf Ihren ganz individuellen Therapiebedarf einzugehen. Auf dem Weg zur besseren Gesundheit stehe ich Ihnen als dauerhafte Begleiterin und Coach ebenso zur Seite wie auch in der Diagnostik und naturheilkundlichen Behandlung von akuten Störungen, Krankheits- und Schmerzzuständen.

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