Naturheilpraxis

Rita Jurgens-Krüssmann – Heilpraktikerin – Zilgrei-Lehrerin – F-X-Mayr-Therapeutin

TRENNKOST – immer noch kein alter Hut!

Die Hay’sche Trennkost – mal einfach, kurz und bündig!

Der Mensch ist, was er isst!

Wer sich mit der TRENNKOST näher befasst, lernt als erstes, dass Eiweiße und Kohlenhydrate nicht zusammen in einer Mahlzeit gegessen werden sollen.
Gerade hinsichtlich dieser Regel wurde und wird die TRENNKOST in den Medien immer wieder kritisiert. Von wissenschaftlicher Seite gäbe es keinen Beweis dafür, dass der Körper Eiweiße und Kohlenhydrate nicht gleichzeitig verdauen könne. Das wird auch vonseiten konsequenter „Trennköstler“ nicht bestritten, denn sonst hätte der größte Teil der Bevölkerung längst unter massivsten Mangelerscheinungen und Ernährungsstörungen zu leiden.
Sieht man jedoch genauer hin, so fällt auf, wie viele Menschen, insbesondere in den hoch entwickelten zivilisierten Industrie- Nationen unter ernährungsbedingten Störungen und daraus resultierenden Folgeerkrankungen zu leiden haben: Nahrungsmittel- Unverträglichkeiten, Allergien, Sodbrennen, Völlegefühl, Blähungen, unspezifische Verdauungsstörungen, insuffiziente Tätigkeit von Gallenblase, Magen und Bauchspeicheldrüse, gestörter Wasserhaushalt, Gefäßerkrankungen (Thrombosen, Infarkt, Schlaganfall, etc.).

Im selben Zusammenhang müssen auch Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Osteoporose, maligne Dickdarmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Darmkrebs, Divertikulose, Darmpolypen), Magen- und Zwölffingerdarmdarm- Geschwüre, Speiseröhrenkrebs aber auch statisch bedingte Beschwerden der Wirbelsäule und des gesamten Bewegungsapparates gesehen werden. Dies hat insbesondere vor ca. 100 Jahren der naturheilkundlich denkende österreichische Arzt, Dr. med. Franz- Xaver Mayr erkannt. Er entwickelte die sanfte Darmreinigungskur und die milde Ableitungsdiät und stellte den BAUCH in den Mittelpunkt seiner Diagnostik.

Empirisch hat sich gezeigt, dass falsche Ernährung auch Seele, Geist und Psyche beeinflussen kann. Tagesmüdigkeit, Depressionsneigung, Hyperaktivität bei Kindern und Essstörungen, bzw. Esssucht kann ernährungsinduziert sein.

Die TRENNKOST soll an dieser Stelle nicht als die einzig selig machende Ernährungsform postuliert werden. Meine persönlichen Erfahrungen, die Beobachtungen im Laufe meiner über 3-jährigen Tätigkeit als TRENNKOST- Seminarleiterin, meine Arbeit als F.- X. MAYR- Therapeutin zeigen mir jedoch eindrucksvoll, dass TRENNKOST für Jedermann geeignet ist. Vorzugsweise Personen mit reduzierten Verdauungskräften, sei es durch falsche Ernährungsweise erworben oder anlagebedingt, reagieren ausnahmslos positiv auf TRENNKOST.

Wie funktioniert die TRENNKOST?

Betrachtet man die physiologischen Verdauungsprozesse im Detail, so wird deutlich, dass unser Körper ohnehin eine Art von „Trennkost“ praktiziert, denn Eiweiße und Kohlenhydrate werden an zwei verschiedenen Stationen im Körper vorverdaut.

Die Verdauung der Kohlenhydrate:

Kohlenhydrate werden zuerst im Mund mit Hilfe des basischen Speichels und dem Stärke spaltenden Enzym Amylase vorverdaut und anschließend im Dünndarm unter Mitwirkung den ebenfalls basischen Verdauungssäfte aus der Bauchspeicheldrüse endverdaut. Der Magen ist für die Kohlenhydrate nur eine Durchgangsstation.

Da die Kohlenhydrate ein basisches Milieu für die Vor- und End- Verdauung benötigen, liegt es ebenso auf der Hand, eine Kohlenhydratmahlzeit nicht in zeitlicher Nähe zu sauren Speisen zu verzehren. Obst, Fruchtsäfte, Früchtetees, Wein, Sekt und saure Salatsoßen neutralisieren oder säuern den basischen Mundspeichel und die Verdauungssäfte an, so daß eine regelrechte Kohlenhydratverdauung nicht mehr ablaufen kann. Sodbrennen, Völlegefühl, meist unmittelbar schon während oder nach der Mahlzeit auftretend, sind die Folgen.

Magenempfindliche Personen reagieren bereits an dieser Stelle leicht mit Sodbrennen, vor allem nach Kombinationen von Zucker mit Obst und Kohlenhydraten. Müssen Kohlenhydrate in einer nicht getrennten Mahlzeit „unfreiwilligerweise“ zu lange im Magen neben den Eiweißen warten, bis die Eiweiße mit Hilfe der sauren Magensäure und dem Verdauungsenzym Pepsin vorverdaut werden, dann gehen sie sehr schnell in Gärung über. Chronische Gärungsprozesse in Magen und Darm sind erkennbar an übel riechenden breiigem Stuhlgang bis hin zu durchfallartigen Absonderungen. Auch therapieresistenter Mundgeruch verschwand in allen mir bekannten Fällen umgehend.

  • KOHLENHYDRATE vertragen sich gemäß der TRENNKOST- Regeln gut mit sämtlichen Gemüsearten, Ölfrüchten und Ölsaaten, allen Fetten und was man sonst noch im „Neutralen Berg“ findet.
  • Geeignete Getränke für Kohlenhydratmahlzeiten sind Bier, Kräutertees, Schwarztee, Kaffee, Getreidekaffee und Wasser.
  • Alles „Obstige“, „Fruchtige“ und „Saure“ stört dagegen die Vorverdauung der Kohlenhydrate!
  • Erhitzte Fleisch- und Fischprodukte werden durch die Anwesenheit von Kohlenhydraten bei der Vorverdauung im Magen behindert!

Die Verdauung der Eiweiße

Konzentrierte, vorzugsweise zuvor erhitzte Eiweiße  benötigen ausschließlich den extrem sauren Magensaft für ihre Vorverdauungsprozesse. Der Mundspeichel und das Kauen dienen lediglich der mechanischen Zerkleinerung und Verflüssigung des eiweißhaltigen Speisebreis. Die Magensäure zusammen mit dem Enzym Pepsin bewirkt eine Ausflockung der Eiweiße. Dieser Vor- Verdauungsprozess erfordert dementsprechend eine längere Verweildauer des Speisebreis im Magen als die der Kohlenhydrate. Zeitgleich zugeführte Kohlenhydrate „verstellen“ quasi den Zugriff der Magensäure auf die Eiweiße, was zur Folge hat, daß mehr Magensäure produziert werden muss, als eigentlich für die Vorverdauung der Eiweißmenge nötig wäre. Wie bereits erwähnt, gehen Kohlenhydrate bei Säureeinwirkung in Gärung über..

…dies führt häufig zu Sodbrennen!

Ist der Speisebrei im Magen zu sauer, so gibt der Zwölffingerdarm die Anweisung an den Magenpförtner, immer nur kleine Portionen durchzulassen, da die Dünndarmschleimhaut sehr empfindlich auf Magensäure reagiert. Ein Botenstoff, das gastrische inhibitorische Peptid GIP, ist dafür verantwortlich, daß die Magenperistaltik gedrosselt wird und der Magen sich somit langsamer entleert. Völlegefühl und „der Stein im Magen“ sind die Folge.
Überschüssige Produktion von Magensäure verursacht Sodbrennen. In die Speiseröhre aufsteigender Magensaft ist nicht nur sehr unangenehm, sondern bedeutet vor allem in chronischem Fällen ein erhöhtes Risiko an Speiseröhrenkrebs zu erkranken.

Alle mir bekannten Fälle von chronischem Sodbrennen wurden schon nach 2-3 Tagen konsequenter Anwendung der TRENNKOST anhaltend ohne Medikamente behoben.

  • EIWEISSE vertragen sich in einer Mahlzeit gut mit allem „Obstigen“, „Fruchtigem“ und „Saurem“ und Vinaigrette zum Salat und sämtlichen Käsesorten.
  • … allen Gemüsesorten und allem, was man im „Neutralen Berg“ findet.
  • Die passenden Getränke sind Wein, Sekt, Fruchtsäfte und natürlich Wasser.
  • Kohlenhydrate in jeder Form stören die Vorverdauung der Eiweiße!

Die Verdauung der Fette

Fette werden im Mund bereits leicht voremulgiert durch die Anwesenheit von Lipase im Speichel, des weiteren im Magen und vor allem mit Hilfe der Bauchspeicheldrüsen- und Gallensäfte im Dünndarm. Fette und fetthaltigen Lebensmittel gelten als neutral. Bei einer gesunden, vollwertigen Ernährungsweise, wie auch der TRENNKOST, ist zu beachten, dass möglichst hochwertige, pflanzliche Fette und Öle Verwendung finden. Der Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist wichtig für eine ausgewogenen Stoffwechsellage, der Regulierung des Cholesterinstoffwechsels und der Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen. Der tägliche Verbrauch sollte 60 – 70 Gramm nicht übersteigen.

Hier geht’s zur TRENNKOST-TABELLE! –>Hp-Praxis_Jurgens-Kruessmann_Trennkost-Tabelle_PDF2014

Autor: Naturheilpraxis Rita Jurgens-Krüssmann

... was mir am Herzen liegt: So wie alles im Leben hängen Gesundheit, Erfolg, Lebensglück des Menschen niemals von einem einzigen Faktor ab. Sie sind bestimmt durch eine Vielzahl von ineinander greifenden Prozessen und Zusammenhängen. Meine langjährige Berufspraxis in der Naturheilkunde und meine Lebens- erfahrung als Mutter zweier inzwischen erwachsener Kinder haben mit gezeigt: Es gibt kein Patentrezept und keine Allheilmittel, sondern nur den Menschen mit seiner individuellen Geschichte, seinen aus der persönlichen Lebenssitution Sitzt - bildhaft gesprochen - Ihre Last auf Ihren Schultern oder tragen sie die Wackersteine im Bauch, oder stößt Ihnen alles sofort sauer auf? Meine Aufgabe sehe ich darin, Ihnen bei Ihrem ganz persönlichen Weg zur Mitte - nichts und gemeinsam mit Ihnen auf Ihren ganz individuellen Therapiebedarf einzugehen. Auf dem Weg zur besseren Gesundheit stehe ich Ihnen als dauerhafte Begleiterin und Coach ebenso zur Seite wie auch in der Diagnostik und naturheilkundlichen Behandlung von akuten Störungen, Krankheits- und Schmerzzuständen.

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